St. Märgener Füchse

Ein kurzer Abriss zur Zuchtgeschichte des Schwarzwälder Kaltblutpferdes

Von Wolf Brodauf, Donaueschingen (Quelle: Festschrift und Chronik zum 23. Tag des Schwarzwälder Pferdes in St. Märgen am 9. September 2001, Herausgeber: Gemeinde St. Märgen)

  • Beginn der Zucht 
  • Herkunft der Pferde 
  • Zuchtgenossenschaft und Zuchtziele 
  • Verbreitung des Schwarzwälder Kaltblutpferdes 
  • Messen, Ausstellungen und Erfolge 
  • Weiterentwicklung in der Zucht 
  • Leistungsprüfungen 
  • Literatur und Ausblick 
  • Beginn der Zucht

    "St. Märgener Füchse" lautet einer der Namen, den die im Schwarzwald heimische Pferderasse des Schwarzwälder Kaltblutes im Lauf der Zeiten erhalten hat. Füchse deshalb, weil die Pferde überwiegend die Fuchsfarbe tragen. St. Märgener, weil St. Märgen seit alters eine der Hauptgemeinden der Schwarzwälder Kaltblutzucht ist. Auch heute bietet das alle drei Jahre stattfindende Rossfest in St. Märgen mit den festlichen Programmpunkten Gottesdienst, Pferdesegnung, Pferdeprämiierung der Schwarzwälder Kaltblutpferde und Festzug einen Höhepunkt für alle Züchter und Freunde dieser stämmigen Gebirgspferderasse.

    St. Märgener Füchse, St. Märgener, Schwarzwälder Füchse, Schwarzwälder Kaltblut, Schwarzwälder Pferde oder einfach Wälderpferde werden seit langem im Schwarzwald gezüchtet, angepasst an die schwierigen Verhältnisse des Schwarzwaldes in jeder Beziehung: Sie sind genügsam und futterdankbar, finden sich auch mit kargen Futterverhältnissen in langer Winterzeit, mit engen Platzverhältnissen und unregelmäßigen Arbeitsbelastungen ab, sind stets einsatzbereit und leistungsstark und von gutem Temperament.

    Die Schwarzwälder Bauern schätzen seit jeher ihre Rösser hoch ein und blieben dieser Zucht treu, auch wenn die Obrigkeiten in den verschiedenen Zeitläufen Einfluss auf die Zucht nehmen wollten.

    In seinem Buch "Baden-Württembergs Pferde" beschreibt Dr. Otto Frey die Einflüsse verschiedenster Pferderassen auf die St. Märgener Füchse, die durch Kriege und Truppendurchzüge, aber besonders durch die Fuhrleute in den Schwarzwald kamen.

    Als Beispiel für die Auslese auf Leistungsfähigkeit und Bereitschaft wird auf den Einsatz der Hengste im schweren Zug in den Steigungsstrecken der Schwarzwaldtäler, besonders des Höllentals verwiesen. Dort wurden sie als Sattelpferde an der Deichsel eingespannt. Sie hatten also zu ziehen und zu tragen. Die herausragenden Hengste im passenden Typ, gleich welcher Herkunft, wurden als Zuchthengste gesucht.

    Diese Wälderrasse war im Rahmen und Typ wohl einheitlich im Mittelrahmen, sollte aber vor etwa hundert Jahren zum schweren Kaltblut hin gezüchtet werden. Hengste der belgischen Zuchtrichtung, Rheinländer, Ardenner und unterbadisches Kaltblut wurden als gekörte Hengste angeboten. Da seit ca. 1890 aber Stutbucheintragungen beginnen, ist es heute möglich, den Erfolg dieser Zuchtpolitik nachzuvollziehen - er stellte sich nämlich nicht ein.

    Zum einen hatten diese schweren Rassen im Schwarzwald Anpassungsschwierigkeiten, gediehen schlecht und hatten häufig ungenügende Fruchtbarkeit, zum anderen vermieden die Schwarzwälder Züchter nach Möglichkeit den Einsatz unpassender Typen, setzten auf die bewährten Zuchtlinien des einheimischen Wälderschlages. 

    Diese Disharmonie des Zuchtgeschehens zeigt sich in der großen Schwankungsbreite der Widerristmasse der um 1900 eingetragenen Stuten der seit 1896 bestehenden Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft. Auch die Farbenvielfalt dieser Stuten bezeugt, dass der seit alters beliebte Fuchs mit hellem Langhaar durch den Einsatz und Zukauf fremder Rassen und andersfarbiger Pferde in die Minderheit gedrängt wurde.

    Die ersten 200 Eintragungen verzeichnen 44% Füchse, 37% Braune, 13% Rappen und 6% Schimmel. Deren Stockmaß schwankt von 141 bis 172 cm Widerristhöhe bei einem Durchschnitt von 156,2 cm.

    Herkunft der Pferde

    Über die Herkunft wurde verzeichnet, dass 52% der Stuten aus dem südlichen Schwarzwald, davon 16% aus St. Märgen, 11% aus St. Peter und 7% aus Breitnau kamen, 33% stammten aus dem Elsass, 15% kamen aus anderen Kaltblutzuchten oder waren unbekannter Herkunft. Den Wirren und Auseinandersetzungen um das Zuchtziel des zu züchtenden Pferdes im ausgehenden 19. Jahrhundert folgte eine Rückbesinnung auf den Wälder und nach dem 1. Weltkrieg eine Vereinheitlichung des Typs. Auch dieses kann einem Band des Stutbuches der Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft entnommen werden mit den Stutbuchnummern 734-883, geboren von 1916-1932, insgesamt 150 Stuten: 70% stammten aus dem südlichen Schwarzwald, die anderen wurden als Händlerpferde oder unbekannt eingetragen. Je 14 der 150 Stuten stammten aus St. Märgen und Breitnau, 35 aus St. Peter.

    In der Zuchtgeschichte des vergangenen Jahrhunderts stechen drei Stempelhengste hervor, die die St. Märgener Füchse bis heute beeinflussen: der Ardenner Marquis B 7, gekört 1901; Deutschritter B 36; er war rheinisch-belgischer Abstammung, geboren 1926, und der Schwarzwälder Mittler B 65, geboren 1936, mit Pinzgauer, Belgischer und Wälderabstammung. Deutschritter und Mittler sind Begründer der D- und M-Linie, die in immer neuer Kombination den heutigen St. Märgener Fuchs prägen und die Einheitlichkeit des Typs bewirken. In jüngerer Vergangenheit wurden zur Auflockerung der engen Linienzucht die leichten Norikerhengste Reith-Nero, geboren 1952, und Wirts-Diamant, geboren 1968, mit Wälderstuten angepaart. Ab dem Ende der 70er Jahre wurden wieder wegen der Sorge vor Inzuchtdepressionen die Rufe nach neuen Hengsten lauter und ein vorsichtiger Zuchtversuch mit Anpaarung von Freiberger-Hengsten unternommen. Trotz erster negativer Einschätzungen und auch harter züchterischer Auseinandersetzungen wurde der Zuchtversuch ab 1989 wieder aufgenommen und erweitert. Dass der Zuchtversuch gelungen ist, verdanken die Züchter dem Einsatz und dem Durchsetzungsvermögen der damals verantwortlichen Züchtervertreter August Hog, St. Märgen, Karl Ruder, Mietersheim, Josef Schill, Prechtal, Fritz Buderer, Freiamt, und Albert Feser, Hinterzarten. 

    Zuchtgenossenschaft und Zuchtziele

    Die Zucht wurde anfänglich von der 1896 endgütig gegründeten Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft, Freiburg, betreut, die dann 1936 im Badischen Pferdestammbuch, Karlsruhe, aufging. Dieses wurde durch die Besatzungszonen in zwei Stammbücher mit Sitzen in Heidelberg und Neustadt/Schwarzwald geteilt. Ein "Zusammenschluss" kam aber erst wieder zustande, als 1978 die drei Pferdezuchtverbände Baden-Württembergs sich zum Pferdezuchtverband Baden-Württemberg e.V., Stuttgart, mit Geschäftsstellen in Heidelberg, Stuttgart und Titisee-Neustadt vereinten. 164 der 1978 gezählten 209 Kaltblutstuten standen im Gebiet der Verbandsabteilung Titisee-Neustadt. Während in den anderen Verbandsabteilungen Schwarzwälder und süddeutsche Kaltblüter standen, wurden hier ausschließlich Schwarzwälder gezüchtet. Hier soll nochmals der Typvergleich der Festschrift 1989 angeführt werden, natürlich mit den damaligen Zahlen. Im März 1986 wurden in der Verbandsabteilung Titisee-Neustadt 167 lebende Hauptstammbuchstuten gezählt. Sie werden zum Typvergleich herangezogen. Farbverteilung und Maße zeigen, dass die gewünschte Fuchsfarbe nun 85% ausmachte, aber nur weniger als ein Drittel davon trugen die gesuchte Dunkelfuchsfarbe mit hellem Langhaar.

    Das Kaliber, der Brustumfang mit 195,4 cm und damit auch das Gewicht allerdings haben sich gegenüber der Vorkriegszeit durch Selektion des gewünschten tiefrippigen und stämmigen Typs verbessert. Das Widerristmaß, schwankend von 144 bis 158 cm, im Durchschnitt 149 cm messend, nahm um 9 cm ab. Da aber die Mehrzahl der Schwarzwälder nicht nur Schrittarbeit leisten soll, sondern ihre Arbeit im Gespann vor Kutschen und Schlitten auch in schneller Gangart erbringen, wurde 1986 von der Versammlung der Schwarzwälder-Züchter der Antrag an den Verbandsbeirat gestellt, im Zuchtziel des Wälders durch Widerristmaß-Untergrenzen für Hauptstammbuchstuten dem weiteren Niedrigwerden und Verlust an Beinlänge entgegenzuwirken. Gewünscht wurde das Erreichen eines Durchschnittmaßes aller Hauptstammbuchstuten von ca. 152 cm Widerristhöhe, wobei Dreijährige mindestens ca. 148 cm erreichen sollen. In den folgenden Jahren wurde der Beschluss umgesetzt und so der Schwarzwälder im Rahmen zwischen den Süddeutschen Kaltblütern und den größer gewordenen Haflingern gehalten. Die Richtigkeit des damaligen Beschlusses zeigte sich bei den vier Bundeskaltblutschauen in Berlin, die 1989, 1993, 1997 und 2000 während der Grünen Woche stattfanden: Die Schwarzwälder haben ihren Typ und Adel behalten, sind aber etwas größer und dadurch in der Bewegung deutlich besser geworden. Im Vergleich zu den größeren Kaltblutrassen wurden sie als die Araber unter den Kaltblütern angesprochen!

    Verbreitung des Schwarzwälder Kaltblutpferdes

    Diese Darstellung wäre unvollständig ohne den Hinweis auf das große Interesse, das den St. Märgener Füchsen allerseits als Fahrpferd, aber auch zunehmend als Reitpferd entgegengebracht wird. Gerade aber der praktische mittlere Rahmen des Wälders mit großer Stärke, flotten Gängen und edlem Aussehen, gepaart mit Genügsamkeit, Temperament und einwandfreiem Charakter, reizen Freunde des Fahrsports in der ganzen Bundesrepublik und darüber hinaus. Auch diejenigen, denen Warmblutgespanne "zu heiß" geworden sind, finden bei den Schwarzwäldern wieder ihre Kutschpferde und mit diesen wieder Freude am Fahren. Das ist der Grund der guten Nachfrage und der Ansporn für die Zucht der St. Märgener Füchse, der den Erhalt der noch vor gar nicht langer Zeit gefährdeten Rasse sichert. Die Bestandsvermehrung auch außerhalb des Schwarzwaldes und über Baden-Württemberg hinaus sind Beweis dafür. Insgesamt wurden 2000 in der Bundesrepublik 4285 Kaltblutstuten aller Rassen gezählt, wobei in Bayern über 50% standen, in Baden-Württemberg mit 792 Kaltblutstuten ca. 18,5%. Von diesen 792 Kaltblutstuten waren 650 oder 86,5% Schwarzwälderstuten. Aber auch außerhalb Baden-Württembergs stehen schon 101 Schwarzwälderstuten oder 13,5% des Gesamtbestandes. Die Schwarzwälder-Population nimmt mittlerweile einen Anteil von 17,5% der gesamten Kaltblutzucht in Deutschland ein!

    Wesentlich zum Bekanntheitsgrad der Schwarzwälder haben die Rossfeste in St. Märgen, die Hengstparaden des Haupt- und Landgestüts Marbachs und die Pferdeschauen auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart beigetragen. Wie schon erwähnt fanden die Schwarzwälder Rösser durch die Auftritte bei der Grünen Woche in Berlin, sei es in Sonderschauen oder bei den Bundeskaltblutschauen, viele Freunde und Bewunderer.

    Messen, Ausstellungen und Erfolge

    Dazu kamen auch die Ausstellungen bei der Euro-Cheval in Offenburg, wo die Schwarzwälder seit Beginn der Messe beteiligt waren, und die Equitana in Essen. Besondere Aufmerksamkeit eroberten die Schwarzwälder durch ihre Teilnahme beim "Trophée International du Cheval de Trait", dem internationalen Zugpferdechampionat auf dem "Salon International de l'Agriculture" (SIA) in Paris.

    Dort startete 1993 als erster Schwarzwälder der erst vierjährige Hengst Max von Moritz aus der Zucht und im Besitz von Familie Schwormstädt, St. Peter, vorgestellt von August Hog, St. Märgen, und Heinz Müller, Besenfeld. Gegen Konkurrenz von Pferden aus Belgien, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz, es starteten sechs Mannschaften mit insgesamt 10 ausgewählten Pferden, wurde Max nach den Einzelprüfungen unter dem Sattel (1. Platz unter der Reiterin Frau Porschke), im Hindernis- und Dressurfahren (jeweils 3. Platz) und im schweren Zug (2. Platz) hauchdünn der Dritte! Welch ein Erfolg - vor ihm nur ein Belgier- und ein Percheronhengst. Noch zweimal nahmen Schwarzwälder in Paris teil: 1995 die Stuten Mira, 4-jährig von Moritz aus der Zucht von August Walter, Dieselhof, St. Peter, und Rosie, 8-jährig von Riegel aus der Zucht von Andreas Rieder, Waldkirch-Kohlenbach. August Walter und Franz Rieder stellten die Stuten vor. Mir wurde im Ziehen wieder Zweite und auch als Mannschaft belegten sie den zweiten Platz. Und 1996 erreichte Peter Kern, Falkau, mit seinen Stuten Monja, 5-jährig von Moritz, und Diana, 4-jährig von Dirk, den 5. Platz. Danach wurde wegen des Interesses an Fahrertagen in der Schweiz und in Österreich, dazu wegen der "Terminflut" für Fahrer und Kaltblutzüchter in Deutschland von einer weiteren Teilnahme in Paris abgesehen. Wo die Schwarzwälder gezeigt werden, ob in Frankreich oder bei der BEA in Bern/Schweiz oder in Mariatann/Salzburger Land oder in Deutschland, überall fallen die gutmütigen, edlen und leistungsbereiten Rösser auf und gewinnen Freunde dazu.

    Weiterentwicklung in der Zucht

    In einem Aufsatz von Manfred Weber über den Stand und die Weiterentwicklung der Schwarzwälder Kaltblutzucht geht er nochmals auf die rapide Schrumpfung de Pferdezucht in den Jahren 1960 bis 1975 ein, die die Arbeitspferde besonders getroffen hat. Gerade 64 Mitglieder haben in der Schwarzwälder Kaltblutzucht durchgehalten, waren aktive Züchter schon vor 1960 gewesen und sind es durchgängig bis heute geblieben, - sie selbst oder ihre Nachfolger. Und nur die Langlebigkeit und Fruchtbarkeit der Schwarzwälder Stuten konnten ein Zugrundegehen der Zucht verhindern. Aus diesem Schrumpfungsprozess rührt auch die enge Verwandschaftszucht her, die wiederum zur Typtreue des heutigen Schwarzwälder Fuchses geführt hat. Die Inzucht kann aber auch für den gedrungenen Typ, die Kurzbeinigkeit und die "rollende Bewegung" der Pferde in den siebziger Jahren verantwortlich sein. Durch die Linienerweiterung über die Hengste verlor sich dieser Typus wieder, die Rösser wurden wieder erhaben und schwungvoll im Gang.

    Als erkannt wurde, dass ohne öffentliche Unterstützung die Zucht aufhören und damit eine Kulturleistung dieser Region aussterben würde, gab es zwar nur noch wenige, dafür aber gute Typstuten, zwar alt geworden, aber immer noch fruchtbar. 1972 setzte dann die staatliche Zuchtförderung ein. Die Schwarzwälder Züchter wissen um die Verdienste des Landes Baden-Württemberg bei der Erhaltung dieser Rasse, einmal durch die staatliche Hengsthaltung, durch die Hengstaufzucht im Haupt- und Landgestüt Marbach und durch die verschiedenen Prämienzahlungen zur Zuchtförderung.

    Leistungsprüfungen

    Aber sie haben sich auch selbst für ihre Zucht vehement eingesetzt. Angestoßen durch das Tierzuchtamt Titisee-Neustadt begannen 1987 wieder Zugleistungsprüfungen für Zuchtstuten, die reges Interesse fanden. Nachdem 1990 im Kaltblutrassebeirat der Deutschen Reiterlichen Vereinigung die Diskussion um die Vereinheitlichungen von Leistungsprüfungen beginnt, beschließen die Vertreter der Schwarzwälder Kaltblutzucht in de Verbandsabteilung Titisee-Neustadt, die Zugleistungsprüfung nach dem bayerischen Vorschlag durch eine leichte Fahrprüfung zu erweitern. Dieser Versuch wird mit gutem Erfolg 1993 in Stegen durchgeführt. 22 Stuten werden geprüft. Da aber am 27. Oktober 1992 eine neue "Verordnung über die Leistungsprüfungen und Zuchtwertfeststellung bei Pferden" verabschiedet worden ist, soll in Zukunft eine Leistungsprüfung nur noch entweder das Ziehen oder das Fahren prüfen. Da aber das Zuchtziel der Schwarzwälder Kaltblutzucht ein Zug- und Fahrpferd ist, setzen die Vertreter der Schwarzwälder Kaltblutzucht im Rassebeirat für ihre Zucht eine kombinierte Leistungsprüfung "Ziehen und Fahren" durch, obwohl sie nicht ausdrücklich in der Verordnung vorgesehen ist. Nach diesem Modus wird, wie von Manfred Weber in der Festschrift beschrieben, heute mit Erfolg die Leistung unserer Pferde geprüft.

    Literatur und Ausblick

    Über die Entwicklung der Schwarzwälder Kaltblutzucht informieren ausführlich das Buch "Baden-Württembergs Pferde" von Dr. Otto Frey (Fanckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1984) und die Festschrift "Perlen des Schwarzwaldes, Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der organisierten Zucht der Schwarzwälder Kaltblutpferde und der Vorderwälder-Rinder", herausgegeben 1996 von der Pferdezuchtgenossenschaft, St. Märgen, und dem Zuchtverband für Fleckvieh und Wäldervieh im RZV, Donaueschingen im Selbstverlag.

    Diese Festschrift fasst nicht nur die spannende Geschichte der Schwarzwälder Pferdezucht bis 1996 zusammen, sie gibt auch Erklärungen zu Hintergründen von Entwicklungen. Z.B. auch warum am 01.08.1994 die Wiedergründung der Schwarzwälder Pferdezuchtgenossenschaft beschlossen wurde, die am 24.10.1994 beim Amtsgericht Freiburg eingetragen wurde, und welche Zielsetzung sie hat. Die weitere Zuchtentwicklung beschreibt der Zuchtleiter Manfred Weber vom Tierzuchtreferat Stuttgart des Amtes für Landwirtschaft in Ludwigsburg in weiteren Aufsätzen.

    Die Schwarzwälder Kaltblutzucht zeigt sich heute gefestigt. Auf den Fohlenprämiierungen im Land, besonders in St. Märgen und Kollnau-Kohlenbach werden jährlich die Zuchtleistungen überprüft, bewertet und belohnt. Die Leistungsprüfungen sind fester Bestandteil der Zuchtarbeit. Der Zuchterfolg wird dann alle drei Jahre beim Rossfest in St. Märgen sichtbar, prämiiert und gefeiert. 

    Weitere Infos aus der Festschrift des Rossfestes 1989

     

    Zum Seitenanfang

    Zur Startseite